Schlagwort-Archive: Verkehrssicherheit

Stau, Baustellen und neue nachhaltige Konzepte

Herr Loy vom Tagesspiegel fragte die Treptow-Köpenicker im Abgeordnetenhaus: Überall im Bezirk werden neue Wohnungen gebaut, teils entstehen ganze Stadtviertel, die Bevölkerung wächst schnell, die verkehrliche Infrastruktur wächst auch, aber weitaus langsamer. Spreebrücke kommt 2018, TVO und Tram Adlershof vielleicht 2022 – mehr ist meines Wissens derzeit nicht geplant. In Wendenschloss-, Wilhelminenhof- und Grünauer Straße/Regattastraße verkehren Tram und Autos auf denselben Fahrbahnen, bzw. blockieren sich dort gegenseitig. Gleichzeitig werden auch dort viele neue Wohnungen gebaut. Wie kann das drohende Verkehrschaos abgewendet werden? Gibt es einen Ausweg aus dem Dilemma der zwei Geschwindigkeiten?

Hier sind meine Antworten:

Wir haben bei der verkehrlichen Infrastruktur mehrere Probleme gleichzeitig, die mindestens auch stadtplanerische Aspekte mit einbeziehen. Aber Wirkungen in vielen weiteren Themenbereichen verursachen bzw. umgedreht verursachen viele unserer Verhaltensweise Probleme im Verkehrsbereich.

Den Weg, den wir gehen müssen ist der, dass wir die Erschließung mit dem Auto sichern müssen, aber das Auto ist ein gleichberechtigtes Verkehrsmittel gegenüber den anderen sehen. Man muss die Voraussetzung schaffen, dass jede Berliner*in auch ohne (eigenes) Auto ihre Wege gut bewältigen kann, mobil ist, dabei gesunde Luft atmen kann, die Verkehrssicherheit verbessert und das Klima geschützt wird, zusammengefasst sich die Lebensqualität in der Stadt verbessert. Weiterlesen

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Mobile Radarmessungen zurückgegangen

Leider bestätigt sich der Trend, dass die mobilen Radarmessungen zurückgegangen sind. Glücklicherweise ist dieser Rückgang gegenüber den Vorjahren nur geringfügig ausgefallen.  Die Ausbildung weiterer Mitarbeiter*innen für die Radarfahrzeuge im Jahr 2017 wird den Trend hoffentlich umkehren und für mehr Verkehrssicherheit sorgen.

Meine Anfrage und die Antwort dazu finden Sie hier: Radarmessungen

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Dialog-Displays machen auf Geschwindigkeitsbegrenzungen aufmerksam

Dialog-Displays sind eine Alternative zu mobilen oder stationären Blitzern um auf die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Schulwegen, vor Schulen, Kitas o.ä. Einrichtungen aufmerksam zu machen. Sie dienen der Erhöhung der Verkehrssicherheit und sind dazu noch kostengünstig in der Anschaffung und Unterhaltung.

Daher begrüße ich das Vorhaben der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz im nächsten Doppelhaushalt 2018/19 weitere Dialog-Displays anzuschaffen und den Bezirken zur Verfügung zu stellen.

Wichtig ist allerdings dass die aufgezeichneten Daten auch ausgewertet werden, um zu überprüfen ob der appellatorische Fingerzeig der Dialog-Displays auch wirkt und langsamer gefahren wird, oder ob hier doch weitere Maßnahmen notwendig sind.
Hier die Anfrage mit der Antwort: Dialog-Displays

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Einsätze von Schülerlotsen in Berlin

Die Antwort des Senats auf meine schriftliche Anfrage offenbart, dass vor allem bei der Evaluierung der Schülerlotseneinsätze noch enormer Nachholbedarf besteht.

Genaue Daten zu den Hauptursachen und den Hauptverursachern der zahlreichen Schulunfälle in Berlin, im Jahr 2015 waren allein im Bereich des Straßenverkehrs über 1300 Schüler*innen davon betroffen, werden ebenso wenig erfasst, wie die Einsatzhäufigkeit der Lotsen oder Maßnahmen zur Gewährleistung ihrer Sicherheit während der Einsätze. Weiterlesen

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Die Beantwortung meiner Schriftlichen Anfragen zu Verkehrsunfällen, Geschwindigkeitsüberschreitungen und Verkehrsordnungswidrigkeiten im Jahr 2016

Die Zahlen sprechen eine deutliche und erschreckende Sprache: bei 10 % der Rotlicht- und Geschwindigkeitsverstößen kommt es zu Personenschäden, doch starb jeder 5. Verkehrstote in Berlin 2016 bei Unfällen mit Rotlicht oder Geschwindigkeitsüberschreitungen. Wenn es also zu einem Unfall an einer roten Ampel oder wegen erhöhter Geschwindigkeit kommt, sind die Folgen meist sehr schwer.

Zwei drittel (66,6%) der festgestellten Rotlichtverstöße sind an den 15 stationären Rotlichtblitzer festgestellt worden (2015 58%) und mehr als ein drittel (27%) der Verstöße bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen sind von den 14 festen Blitzern festgestellt worden (2015 34%). Die stationären Geschwindigkeits- und Rotlichtblitzer sind also besonders wichtig und sollten an neuralgischen Punkten (unfallträchtige Kreuzungen, sensible Bereiche – vor Schulen Kitas, Seniorenheime, unfallhäufigen Strecken usw.) ausgebaut werden.

Die Anzahl der bei Unfällen getöteten Radfahrer und Fußgänger ist mit 38 sehr hoch (bei 18 Anderen). Berlin muss definitiv mehr zum Schutz der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer tun.

Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen hat es einen leichten Rückgang im Vergleich zu 2015 gegeben. Was auf dem ersten Blick erfreulich scheint, kann unerfreuliche Ursachen haben (z.B. defekte Anlangen). Somit muss man die Statistik hier mit Vorsicht genießen. Denn was feststeht, ist dass jeder 5. Verkehrstote bei Unfällen mit Rotlicht oder Geschwindigkeitsüberschreitungen gestorben ist.

Die Stadt hat übrigens 3.592.790,00 Euro an Bußgeldern durch stationären Geschwindigkeitsanlagen eingenommen und 3.087.334,00 Euro durch die stationäre Rotlichtüberwachung. Damit sind die Kosten der stationären Anlagen von 153.354, 37 € mehr als gedeckt. Die mobile Geschwindigkeitsüberwachung brachte über 11 Millionen Euro ein.

Lesen Sie hier

Meine Schriftliche Anfrage zu Verkehrsunfällen in Berlin 2016: S18-10298_unf

Meine Schriftliche Anfrage zu Geschwindigkeitsüberschreitungen und Rotlichtverstößen im Jahr 2016 in Berlin: S18-10297_geschw

Meine Schriftliche Anfrage: Entwicklung der Ordnungswidrigkeiten 2016: S18-10296-2_ord

Der Tagesspiegel schreibt zu der Entwicklung: http://www.tagesspiegel.de/berlin/neue-statistik-ueber-berliner-tempovergehen-britzer-tunnel-behaelt-seinen-blitzerrekord/19397686.html

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Mein Jahresrückblick 2016

Auch letztessonnenblume Jahr ist wieder voller politischer Herausforderungen gewesen. Die drei wichtigsten Themen, die mich beschäftigt haben, waren der Umgang unserer Bundesregierung mit der Bewertung des 17. Bauabschnitts der A 100 im Bundesverkehrswegeplan im Frühjahr 2016, der Abschluss des Untersuchungsausschusses zum BER, dessen starker Abschlussbericht noch vor der Sommerpause veröffentlicht wurde und natürlich der lang ersehnte und dringend benötige Regierungswechsel vergangenen September in Berlin.

Neben diesen drei Mammutaufgaben hatte ich zudem viele Möglichkeiten mich aktiv und erfolgreich in meinem Wahlkreis für die Belange der Anwohner*innen einzusetzen. Alles in Allem, lernte ich engagierte Menschen kennen, die mich mit ihren bunten Ideen begeisterten, besuchte viele innovative Einrichtungen und erlebte das Potenzial, dass Kieze durch ihre Bewohner*ínnen entfalten können. Weiterlesen

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Aktion: Schulwegsicherheit

Am kommenden Montag, den 12.09.,  sind mein Team und ich schon ganz früh unterwegs. Passend zum Schulbeginn der Kleinsten verteilen wir an drei Grundschulen in meinem Wahlkreis Reflektorenbären, die es den neuen Schüler*innen erleichtern sollen, sicher gesehen zur Schule zukommen. Zwischen 07:30- 08:15 Uhr sind wir bei der Sonnenblumen-Grundschule, der Bouché-Schule und der Schule am Heidekampgraben anzutreffen.

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Grün vor Ort – Besuch in der Jugendverkehrsschule Treptow-Köpenick

Seit April führt der TJP e.V. als Träger – mit Unterstützung der Polizei – den kostenfreien Verkehrserziehungsunterricht für die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen des Bezirkes durch. Ich traf den Vorsitzenden des Technischen Jugendbildungsverein in Praxis e.V. (TJP e.V.), Hans-Georg Werner in der Jugendverkehrsschule Treptow-Köpenick auf dem Gelände des FEZ.

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Die Arbeit des Vereins hatte kaum begonnen, da lief die Telefonleitung schon heiß. Die Grundschulen in Treptow-Köpenick haben die Verkehrsschule sofort begeistert in Betrieb genommen. Die Telefonleitung – denn es gibt nur eine. Internet gibt es gar nicht. Der Bezirk arbeitet daran, vernünftiges Internet anzubieten, doch es dauert.

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Beim Grünen Kiezgespräch: „Schulwegsicherheit – Entwicklung oder Stillstand?“

Die Verkehrssicherheit im städtischen Straßenverkehr ist an vielen Stellen verbesserungswürdig. Konflikte durch Durchgangs- und Lieferverkehr und die Sicherheitsbedürfnisse von Fußgänger*innen, vor allem von Kindern, sind nicht befriedigend gelöst. Doch das Bezirksamt sieht die Lage anders als die Bürger*innen. Was hat sich in der letzten Zeit in Sachen Schulwegsicherheit getan? Wie können Schulwegprobleme zeitnah angegangen werden?

Berlin wächst, merklich auch in Alt-Treptow Durch Zuzüge, das rege Baugeschehen und der Einrichtung der Kiefholz-Grundschule samt Einzugsgebiet ergeben sich für kleine & große Alt-Treptower*innen neue Wegebeziehungen. Die täglichen Wege zwischen Zuhause, Arbeit, Kita oder Schule, Freizeit und Einkaufen haben sich verändert, jedoch die Verhältnisse haben sich den neuen Anforderungen nicht angepasst. Kreuzungen, welche früher kaum frequentiert waren, sind nun mittendrin und von der Verkehrslösung oft sehr unpraktisch oder sogar gefährlich.

Die Fraktion der Bündnisgrünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat konstruktiv und beharrlich auf dieses Missstände hingewiesen. Mehrere Anträge zur Verbesserung der verkehrlichen Situation im Kiez hat sie in die BVV eingebracht, welche alle beschlossen wurden, jedoch in der zeitnahen Umsetzung hapert es. Erste Erfolge oder positive Ansätze können an den Gehwegvorstreckungen an den Kiefholzstraße und Karl-Kunger-Straße erkannt werden. 

Auch der Druck auf den Parkraum ist gewachsen und Kreuzungsbereiche, welche laut Straßenverkehrsordnung (StVO) frei bleiben müssen, sind zugeparkt. Das führt zu schwierigen Situationen für Fußgänger*innen, von Kinderwagen und Rollstühlen ganz zu schweigen. Das Ordnungsamt lässt sich nicht häufig sehen.

Kurze Beine, kurze Wege“ ist das Motto, nach dem in Berlin die Kinder beschult werden: möglichst Wohnortnah, um zu Fuß selbständig zur Schule gehen zu können. In einer Tempo 30-Zone wie Alt-Treptow müssen Kinder als Verkehrsteilnehmer*innen ganz besonders ernst genommen werden. Doch: Es mangelt an baulich sicheren Kreuzungen und verstärkt auch an Rücksichtnahme. Zu Stoßzeiten blockiert der Lieferverkehr für die Baustellen, zu dem Gewerbestandort in der Bouchéstraße sowie den Supermärkten, der allgemeine Durchgangsverkehr und auch Spaziergänger und Radverkehr den Kiez. „Schnell durch“ ist definitiv keine Devise, mit der sich in Wohngebieten sicher fahren lässt, versuchen tun es trotzdem viele. Kinder sind noch nicht in der Lage Entfernungen und Geschwindigkeiten gut einzuschätzen, für sie ist die Unberechenbarkeit im Verhalten der Erwachsenen eine ernstzunehmende Gefahr.

Daher haben sich Eltern in der letzten Zeit mehrfach an die Bündnisgrünen und das Bezirksamt gewandt, um auf Probleme vor allem an Kreuzungen hinzuweisen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Bei temporären Konflikten, wie ungesicherte Baustellenbereiche konnte meistens zeitnah eine Lösung gefunden werden. Bei strukturellen Fragen und Vorschlägen mangelt es entweder an Geld und Personal, zudem werden die Probleme als nicht gravierend genug abgetan.

Einen wichtigen Lösungsansatz dafür bietet der Beschluss „Schulwegsicherheit in Alt-Treptow“. Dieser Beschluss besagt, dass das Bezirksamt zusammen mit Vertrer*innen der beiden Grundschulen Bouché- und Kiefholz-Schule die Schulwege zu den beiden Standorten auf potentielle Gefahren untersuchen und gemeinsam zeitnahe Lösungen erarbeiten sollen. Der Beschluss vom 26.2.2015 ist bis heute nicht umgesetzt worden.

Hier auf der Homepage gibt es übrigens jetzt eine interaktive Karte, auf der jede*r Gefahrenstellen sowie Unfallstellen markieren und benennen kann. Damit können wir Gefahrenstellen sichtbar machen, auch für die bezirkliche Verwaltung. Zur Sprechstunde (montags 16-18 Uhr) sind alle Bürger*innen auch mit Fragen zur Schulwegsicherheit herzlich willkommen.

Erste Erfolge gibt es immerhin: die Karl-Kunger-Straße ist jetzt zwischen der Lohmühlen- und Wildenbruchstraße durchgängig 30-er Zone, und in der Karl-Kunger-Straße nahe Elsenstraße sind Gehwegvorstreckungen gebaut worden.

Was passiert auf unseren Schulwegen? Der Verkehr nimmt zu, die Schülerzahlen steigen, die Gefahrstellen bleiben aber meist unverändert. Hier muss eine Veränderung in der Wahrnehmung des Bezirksamts her – die Schulwegsicherheit muss oberste Priorität werden!

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Verkehrsunfälle 2015 II

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2015 zeigt, dass der Senat von seinem Ziel die Anzahl der schweren Unfälle zu senken noch weit entfernt ist. Besonders stark gefährdet sind Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Hier ist noch einiges zu tun, immerhin sind 60% der Verkehrstoten und gut 50% der Verletzten Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Rot-Schwarz muss die dramatischen Unfallzahlen endlich ernst nehmen und die Verkehrssicherheit mit entsprechenden Maßnahmen, wie etwa Ampelblitzern und der Sicherung von Schulwegen, erhöhen.

Die Antwort des Senats auf meine schriftliche Anfrage zur Entwicklung der Verkehrsunfälle 2015 finden Sie hier.

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