Mahnung und Warnung: Grüne Politiker*innen stellen weiße Fußgängerin auf

Am 3. Mai überquerte eine 81-jährige Frau die Falkenseer Chaussee bei grüner Ampel. Ein Linksabbieger, der ebenfalls grün hatte, erfasste die zu Fuß gehende Frau. Sie stürzte schwer und erlag ihren Verletzungen noch am selben Tag im Krankenhaus.

Als Mahnung und Warnung stellen die grünen Verkehrspolitiker Annabelle Wolfsturm und Harald Moritz, MdA, am 24.5.2017 an der Kreuzung in Spandau eine weiße Fußgängerin auf.


 

 

 

 

 

 

 

Die Unfallstatistik der Berliner Polizei belegt einmal mehr das Zu Fuß Gehende die schwächsten und verletzlichsten Verkehrsteilnehmer*innen sind. Deshalb bedarf es bei der Auswertung der Unfallursachen verstärkter Aufmerksamkeit ob Veränderungen an der Infrastruktur zur Vermeidung von Unfällen beitragen können. Oftmals fehlen auch ausreichende Sichtbeziehungen zwischen Fußgänger*innen und dem Kfz-Verkehr, deshalb bedarf es unbedingt mehr Hilfen zur Straßenquerung, wie Gehwegvorsteckungen, Fußgängerüberwegen o.ä. .

Obwohl nur an 1,8 % aller Unfälle in der Stadt überhaupt Fußgänger*innen beteiligt sind, sind über ein Drittel aller Verkehrstoten Fußgänger*innen (37,5%). Vergangenes Jahr starben 21 Menschen, die zu Fuß im Verkehr unterwegs waren.

Von den insgesamt 140.000 Unfällen in Berlin im Jahr 2016 verursachte jeder 10. Unfall einen Personenschaden. Von Unfällen mit Fußgänger*innenbeteiligung (Gesamt: 2.500) endeten aber 93,5 % mit einem Personenschaden.

„Den tragischen Unfall vom 1.Mai. 2017, in deren Folge eine 81-Jährige Fußgängerin starb, nehmen wir mit dem Aufstellen der weißen Fußgängerin zum Anlass um die besondere Situation der Fußgänger*innen hinweisen. Wir wollen damit die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und aller Verkehrsteilnehmer*innen erhöhen und die Menschen dafür sensibilisieren, die Sicherheit der Zu Fuß Gehenden ernst zu nehmen,“ so Wolfsturm und Moritz.

 

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