Bitterer Nachgeschmack des Lollapalooza Festivals im Treptower Park

(Quelle: umweltzoneberlin.de)Gefahr erkannt, Gefahr gebannt-  das galt nicht bei der Umsetzung der Massenveranstaltung des Lollapalooza Festivals im Treptower Park. Mit der Antwort des Senates auf meine schriftliche Anfrage wird deutlich, was vorher zu erwarten war, nämlich, dass die Rasenflächen erneuert und gerade vor dem Festival fertig gestellte Wege wieder aufwendig repariert werden müssen. Zu Kosten gibt es- Überraschung-  keine Auskünfte. Auch nicht darüber, was der Veranstalter dem Land Berlin bzw. dem Bezirk für die Nutzung des Parks gezahlt hat.


Das Bezirksamt als zuständige Kontrollbehörde hat keine Verstöße gegen Auflagen und Nebenbestimmungen festgestellt (Antwort 5), obwohl in der Antwort zu  Frage 6 und 7 eingestanden wird, dass die Nebenbestimmung über die Information der Anspruchsberechtigten über ihren Anspruch auf Kostenerstattung für ein Ausweichquartier für die Festivaldauer nicht rechtzeitig erfolgt ist. Solche Kleinigkeiten betreffen ja auch nur die betroffenen Anlieger*innen und scheinen daher unwichtig zu sein. Diese können sich ja über die Medien informieren.

Gleiches gilt für Verkehrseinschränkungen. Bei anderen Gelegenheiten wird jeder Stau „als volkswirtschaftlicher Schaden“ und „unbedingt zu vermeiden“ deklariert, aber im Fall dieser Veranstaltung ist er geduldet und unvermeidlich, steht ihm doch das höher zu bewertende und außerordentliche Interesse der lebenswerten Metropole Berlin und das kommerzielle Interesse des Veranstalters gegenüber.

Die Antwort des Senats auf meine schriftliche Anfrage zum Lollaplaooza-Festival im Treptower Park (21.09.2016) finden Sie hier.

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