Treibende Kraft bei der Entlassung des BER-Generalplaners

Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher, und Andreas Otto, baupolitischer Sprecher und Obmann im BER-Untersuchungsausschuss, sagen zur zweiten Befragung des Ex-Projektsteuerers Christian Manninger:

Die Befragung offenbarte die mangelnde Organisation und die verantwortungslose Herangehensweise der Flughafengesellschaft an das BER-Projekt in den Jahren 2010 bis 2012. Christian Manninger war als oberster Projektsteuerer für Kosten und Termine sowie die Berichterstattung an Geschäftsführung und Aufsichtsrat verantwortlich. In dieser Funktion war er an der geschönten Berichterstattung über den Baufortschritt am BER beteiligt.

Seine Aussage zu den Bedenkenanzeigen der Firma Siemens bezüglich der Terminplanung am BER legt nahe, dass die Flughafengesellschaft ab 2010 zahlreiche Hinweise zu Problemen im Bauablauf hatte. In vielen Fällen wurden Siemens und andere Firmen per Anordnung gezwungen, trotz fehlender Vorarbeiten weiterzubauen. Die umfangreichen Änderungswünsche der FBB am Terminal bis 2010 ließen sich bautechnisch einfach nicht im Zeitplan umsetzen. Ein Beleg dafür, dass durch fliegende Umplanungen der Projekterfolg wissentlich gefährdet wurde.

Als am 16. Mai 2012 im Aufsichtsrat Köpfe rollen mussten, hat Manninger die Entscheidungsvarianten zur Entlassung des Generalplaners vorgelegt. Nach dem Motto „Wer schreibt, der bleibt“ hielt er damit offenbar seine Firma WSB CBP im Spiel. Stattdessen musste der Generalplaner über die Klinge springen. Im Aufsichtsrat soll sich für diese folgenschwere Fehlentscheidung insbesondere Bundesverkehrsstaatssekretär Bomba stark gemacht haben.

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