Eisern, bunt und erneuerbar. Mein Bezirkstag in Treptow-Köpenick 2015

von Lisa Paus

29.07.2015: 26. Juni 2015. Freitagmorgen um 8.08 Uhr. An tiefgrünen Kleingärten vorbei fahre ich zu meinem ersten Termin. In der Kita hat es etwas länger gedauert, deshalb bin ich etwas in Eile. Mein erster Bezirkstag in Treptow-Köpenick beginnt. Heute treffe ich Bekannte und lerne Menschen kennen, die diesen Bezirk prägen. Ein kleiner Ausschnitt. Ein ganzer Tag. Das Telefon bleibt für   alles andere aus. Nur getwittert wird natürlich.

Eisern, bunt und erneuerbar. Mein Bezirkstag in Treptow-Köpenick 2015 Ich denke an die ungezählten Begegnungen hier im grünsten aller Berliner Bezirke. Erst vor kurzem war ich hier zur Diskussion um den Plänterwald. Seit meinen Jahren im Abgeordnetenhaus liegt mir die Zukunft dieses Erholungsraums am Herzen. Es schmerzte, das Eierhäuschen eingezäunt und dem Verfall preisgegeben zu sehen. Theodor Fontane wäre entsetzt. Der Senat steht noch immer auf der Bremse. Die Zukunft des Plänterwalds muss gemeinsam mit den kraftvollen Initiativen, mit den Menschen vor Ort angegangen werden. Dann wird ein Ort für alle Generationen entstehen, der zugleich die wertvolle Mischung der Biotope bewahrt.

Energiewende vor Ort

Angekommen. Der erste Termin heute hat auch viel mit Energie zu tun. Anja Schmidt ist die Marketingchefin von KBB – Kollektorbau GmbH. Drinnen diskutiert man schon mit Stefan Fintelmann, dem Geschäftsführer, die Vorteile von Solarthermie. Erneuerbare Energie ist die einzige langfristige Lösung, die uns bleibt. Es wird schnell klar, wie von der Kommunal- bis zur Europaebene alle Politikbereiche ineinandergreifen müssen, um die Erfolgsgeschichte „Erneuerbare Energie“ weiter zu schreiben. Nach der hoch interessanten Fabrikführung bleibt auch endlich Zeit sich zu begrüßen. Für Harald Moritz, MdA, die Bündnisgrünen aus BVV-Fraktion und Kreisverband und mich wird es ein spannender gemeinsamer Tag werden.

Ein weiteres Beispiel für den wirtschaftlichen Aufschwung des Bezirks und den Erfolg bündnisgrüner Politik ist die HTW Berlin. In der allzu kurzen Regierungszeit war es unsere Initiative, die Hochschule für Technik und Wirtschaft an diesem Standort anzusiedeln. Nach dem Austausch mit dem Vizepräsidenten für Forschung, Prof. Dr. Matthias Knaut, und dem Dekan für Ingenieurswissenschaften in den Bereichen Energie und Information, Prof. Dr.-Ing. Friedrich Sick, besuchen wir das von Studierenden entworfene Plus-Energiehaus.

Ein kleiner Tipp am Rande: die Mensa der HTW ist nach langen Märschen zur Mittagszeit absolut empfehlenswert.

Besuch im Kinderzirkus Cabuwazi

Der Besuch der Vorstellung im Kinderzirkus Cabuwazi ist emotional und bewegend. Hinter der sportlichen Darstellung steckt viel Arbeit. Schüler*innen – vornehmlich mit Migrationshintergrund oder auch Fluchterfahrung – trainieren eine Woche lang mit einem multiprofessionellen und -kulturellen Team. Sie erfahren Selbstwirksamkeit und Bestätigung – nicht zuletzt durch die begeisterten Zuschauer*innen während der Aufführung. Es sollte für uns Grüne ein herausragendes Beispiel für gelebte Berliner Vielfalt sein. Genau deshalb ist es mir ein Anliegen, die Prävention in der Kinder- und Jugendhilfe zu stärken. Nicht vergessen werden sollte auch das Engagement unser grünen BVV-Fraktion, durch deren Engagement der Standort es Kinderzirkus gesichert werden konnte.

Gelebte Solidarität bei Eisern Union

Nach der Mittagspause düsen wir zur Alten Försterei, natürlich genauer: zum Stadion „An der Alten Försterei“. Der Rundgang mit Pressesprecher Christian Arbeit bestätigt einmal mehr meine Sympathie mit den Eisernen. Die gelebte Solidarität und der friedliche Einsatz für ihren Verein macht die Fans des 1. FC UNION BERLIN zu „echten Berliner*innen“. Im anschließenden Gespräch mit Geschäftsführer Oskar Kosche ist die Verantwortung Thema, die der Spitzensport für das Willkommen von Geflüchteten im Bezirk hat. Das Engagement des Vereins gegen Rechtsextremismus und Rassismus ist beeindruckend – und klar in der Ansprache auch an die eigenen Fans.

Während sich die meisten auf den Weg zur Ein-Jahres-Feier des Wahlkreisbüros von Harald Moritz machen, treffe ich im Rathaus Treptow den Geschäftsführer vom Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick e. V. Mathis Richter präsentiert das Tourismuskonzept, das dem Bezirk auf den Leib geschneidert ist. Dieser Bezirk ist wie Berlin – nur noch etwas grüner. Natur, Kultur und Jugend gehören hier zusammen.

Harald Moritz feiert einjähriges Jubiläum

Zum Abschluss meines Bezirkstages feiern wir Bündnisgrüne das einjährige Bestehen des Bürger*innenbüros unseres verkehrspolitischen Sprechers der Abgeordnetenhausfraktion. Harald Moritz ist mir seit vielen Jahren ein Freund, dessen Einsatz für eine zukunftsfeste Verkehrspolitik und gegen den Weiterbau der A100 immer am Wohl der Berliner*innen orientiert ist.

Ich danke allen, die zum Gelingen des 1. Grünen Bezirkstags in Treptow-Köpenick beigetragen haben. Besonders möchte ich Andrea Rüdiger erwähnen, deren unermütlicher Einsatz in der Organisation und Abstimmung den Erfolg mit ermöglicht hat.

 

Weitere Bilder

Eisern, bunt und erneuerbar. Mein Bezirkstag in Treptow-Köpenick 2015
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Lisa Paus, MdB und Jacob Zellmer (Kreisvorstand/BVV-Fraktion) – Vorstellung des Tourismuskonzepts für Treptow-Köpenick durch Mathis Richter.
Daniel Wesener (Landesvorsitzender) und Lisa Paus, MdB bei der Feier zu einem Jahr Bürger∗innenbüro von Harald Moritz, MdA (Bildmitte)
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